Archive für April 2009

Droschkenpferde in Berlin erhalten mehr Rechte

Mehr Pausen und kürzere Arbeitszeiten das finde ich gut!

Der Berliner Senat hat beschlossen, dass Droschkenpferde mehr Rechte erhalten. Das hört sich natürlich gut an. Aber warum brauchen wir solche Regeln eigentlich? Ist es für einen Kutscher, denn nicht selbstverständlich auf seine Pferde zu achten? Anscheinend nicht.Diese Feststellung ist bezeichnend für die gesamte Situation im Pferdebereich. Sobald es um Geld geht, ist das Pferd nicht mehr wichtig.  Da wo die Gier anfängt, hört das Mitgefühl und das Verantwortungsgefühl auf. So pauschal darf man das nicht sehen. Das ist schon klar. Aber das Grundproblem bleibt trotzdem. Wie kann man das lösen? Die Lösung liegt in der Sensibilisierung der Menschen, die mit Pferden umgehen. Das ist keine großartige Weißheit, hierfür braucht man keine Pferdegurus sondern Ausdauer. Ich wünsche allen Pferdefreunden diese Ausdauer.

Dank Sedalin bewahren die Pferde Ruhe

Dies habe ich gerade in einem Artikel gelesen. Hier beschreiben Pferdebesitzer und Reiter, dass es schon angebracht sein kann ein Pferd zu “seddieren”. Da frage ich mich kann man dem zustimmen, oder muss man so eine Handlungsweise ablehnen. In der Praxis ist es sicherlich einfacher einem Pferd ein Beruhigungsmittel zu geben, als langwierig mit dem Pferd zu üben. Aber ist einfacher immer richtiger? Ich denke diese Fragestellung zeigt das Problem in der Pferdehaltung und beim Reiten allgemein. Warum muss ich ein Pferd ruhig stellen. Weil das Pferd mit ungewohnten Situationen konfrontiert wird und dann einem natürlichen Fluchtreflex folgt. Das Pferd wird immer fliehen, wenn es nicht genügend Vertrauen in seinen Reiter hat. Vertrauen gewinnt das Pferd aber nur durch regelmäßige Betreuung und regelmäßiges Üben. Diesen Aufwand kann man sich nicht sparen, ohne die Zeche am Ende zu bezahlen. Gerade bei älteren Pferden oder bei Pferden mit schwachem Herzen kann das auch üblere Folgen haben. Und eigentlich sollte ja auch der Weg das Ziel sein.

Lieber mäßig aber Regelmäßig

Immer wieder bekomme ich mit, wie der Alltag des Reiters mit Frust endet und das durch hausgemachte Probleme.

Das Pferd steht seit Tagen, die meiste Zeit in der Box und wurde nicht bewegt. Der Reiter kommt schon etwas gestresst auf den Hof gefahren, da er die Zeit zum Reiten in den vollen Terminplan eingeschoben hat. Die Erwartungen sind groß. Ein bischen Entspannung auf dem Pferderücken wünscht sich der Reiter und dann wird er mit den Früchten seiner Sicht von Reiten konfrontiert. Das Pferd ist gar nicht motiviert. Es zickt rum. Der Reiter ist eh schon in Zeitnot und nun soll er noch Geduld mit seinem unausgelasteten Vierbeiner aufbringen. Und schon ist die Grundlage geschaffen für unerquickliche Erlebnisse beim Reiten, die sich der Reiter so nicht gedacht hat. Und dann wird Reiten zum Streß und nicht zur Entspannung. Wenn mich Reiter fragen, wie man solche Situationen meistert. Dann kann ich nur sagen gar nicht. Ganz einfach. Da fehlt die Basis. Denn 60% des Erfolges beim Reiten ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Reiter und Pferd. Am wichtigsten ist ein ausgeglichenes Pferd. Und das fängt mit der Haltung und viele Bewegung an. Hört sich einfach an ist es auch. Wenn das Pferd in einer kleinen Herde gehalten wird und die Zeit auf der Koppel verbringt spare ich mir viel Ärger ein. Weniger Tierarztrechnungen etc. Ich bin persönlich ja auch gegen Boxenhaltung, aber selbst diesen Mißstand an Bewegung könnte man dadurch etwas ausgleichen.  Das Pferd kann ein natürliches Sozialverhalten ausleben und ist ausgeglichen. Wenn der Reiter dann täglich nur 15 Minuten mit seinem Pferd verbringt (Longieren etc.) entsteht eine vertraute Verbindung. Diese Regelmäßigkeit bringt mehr als teure Trainerstunden, die den Grundmangel an zu wenig Bewegung und zu wenig Miteinander verbrachter Zeit auch nicht beheben können. Also meine Empfehlung an alle Reiter um ein ausgeglichenes Verhältnis zu erlangen. Regelmäßigkeit !!!! Regelmäßige und ausreichende Bewegung für das Pferd (am besten in der Herde) und regelmäßigen Kontakt zwischen Reiter und Pferd.

Dies ist ein großer Teil der Grundlage für Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Und ohne Harmonie keine Freude am Reiten. 

Willkommen

Willkommen auf dem Blog Mentales Reiten.

Was ist Mentales Reiten?

Mentales Reiten bezeichnet einen Zustand,  wenn Sie mental mit Ihrem Pferd kommunizieren, ohne die Anwendung von Gewalt.

Wenn Reiten in Kampf, Zwang, Agression, Frustration
ausartet, dann ist die mentale Grundlage
nicht vorhanden.

Auch alle Reittechniken helfen da nicht wirklich, wenn die Basis nicht stimmt.

Erst wer mental mit seinem Pferd kommunizieren kann, sollte sich Gedanken übers richtige reiten machen und dann sind die Fortschritte beim Reiten auch enorm.

Wir möchten mit diesem Blog über diese Sichtweise des Pferdehaltens und des Reitens informieren.

Ihr Thomas Gross

Ihre Birgit Sinzinger-Forster

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